Dies soll der Start eines Projekts werden, das mir neulich bei einer völlig bedeutungslosen Situation in den Kopf geschossen ist. Selbstzweifel. Sie plagen die meisten von uns. Manche nur gelegentlich, manche jeden Tag, zu jeder Zeit, so dass sie einen bei fast allem ausbremsen, was man tut oder denkt. Ich möchte gerne Situationen sammeln, in denen man sich unzulänglich, unbedeutend, unwichtig, schwach, häßlich, unbeliebt und so weiter, fühlt. Vielleicht bekomme ich so ein kleines Kompendium der Selbstzweifel zusammen.
Kommentare sind erwünscht!
Samstag, 25. Mai 2013
Donnerstag, 9. Mai 2013
Szenen - Eldon Dedini
Neulich sah ich eine Doku über den amerikanischen Cartoon-Zeichner Eldon Dedini, der unter anderen für den Esquire und den Playboy gearbeitet hat.
Nicht nur war er künstlerisch sehr begabt, er war auch ein ausgezeichneter Gag-Schreiber.
In
der Dokumentation spricht Eldon über römische Fresken, von denen er
fasziniert war, weil sie dem einfachen Volk, das des Lesens der Bibel
nicht mächtig war, trotzdem durch Komposition eine Geschichte erzählten.
Auch sind die meistens farblich sehr sorgsam ausgestalteten Cartoons mehr als nur One Liner, mit
denen er sie zu untertiteln pflegte. Nein, jede Szene wurde vorher
sorgfältig komponiert um die Wirkung zu maximieren. Die Umgebung muss
stimmen, die Situation stimmig sein, die Details am richtigen Platz.
Er hätte das meiste natürlich nicht erlebt, er sei nur ein guter Beobachter, sagte der 2006 verstorbene Dedini.
Ich habe also gestern in einer schnellen Skizze eines Cartoons versucht die Szene ein wenig mehr auszuarbeiten. Und nur wenig später fiel mir auf, dass ich noch hätte dies und das hinzufügen können. Mehr Personen zu Beispiel. Hipster, die das Essen fotografieren, eine Frau für den Touristen, usw...
Die Doku gibt es vollständig auf YouTube:
Samstag, 4. Mai 2013
Klampfkrampf
Deine Stimme hat sich seit der Pubertät nicht verändert? Den Out-Of-Bed-Look hast DU erfunden? Deine Jeansgröße ist 34 (Damen)? Dann hoffe ich, dass dir ein Mädchen in der sechsten Klasse mal das Herz gebrochen hat, denn damit qulifizierst du dich zum nächsten Singer/Songwriter der Nation! Natürlich brauchst du dazu noch eine alte Klampfe und einen dünnen Schal, den du auch bei 30° trägst.
(Bitte entschuldigt die Gehässigkeit. Manchmal tut das ganz gut...)
Mittwoch, 28. September 2011
Unpleasant Horse
| Ein unangenehmer Zeitgenosse |
![]() | |
| Pferdefleisch ist auch nur Fleisch |
Bester Moment: wenn synchron zum 3/4-Takt des Walzers das Geräusch der Sägeblätter erklingt, weil man gerade ein weißes, unschuldiges Pony zu Pferdewurst verarbeitet hat.
Dienstag, 5. Juli 2011
Fast ein Zuckerschlecken
Montag, 6. Juni 2011
Donnerstag, 19. Mai 2011
Wie weit gehst du?
Wenn in Spielen Schlimmes passiert, dann nicht durch uns. Dann ist immer die böse KI schuld oder der Endboss oder die Nazi's... oder?
Wenn etwas Gutes geschieht, ein kleiner Junge dem Bösen entwischt, aus der Dunkelheit kriecht und aus dem Alptraum erwacht, dann sind es wir - dann haben wir die richtigen Knöpfe gedrückt, das Nötige verrichtet... oder?
"I can't go on. I can't"
"Please let this stop. I'm so sorry."
Die Klagen des kleinen Jungen, der durch ein mysteriöses Loch in seinem Zimmer in eine unbekannte, bedrohliche Welt befördert wird, verursacht nicht der böse, universelle Stellvertreter des Bösen. Nicht die Verkörperung unserer Ängste. Der Dunkelheit. Des Unbekannten. Des Alleinseins. Nein. Wir...
Wir stoßen ihn in Richtung des Kaninchenbaus
"Force him onwards." heißt es, statt "Escape".
Erst bewegen wir uns MIT dem Jungen, dann zwingen wir ihn weiterzugehen und schließlich bewegen wir uns (dem Jungen ent-) gegen ihn.
Das Bild zittert. Die Kamera zoomt an den Jungen und die Gestalt, die wir auf ihn zubewegen. "What have I ever done?". Was? Nichts hast du getan. Und trotzdem.
Denn etwas anderes können wir nicht tun. Die Anweisungen sind deutlich und wir können entweder das Fenster schließen... oder weitermachen. Die Neugierde treibt uns zu letzterem.
Die Gestalt kommt näher und in den letzten Sekunden des kurzen Flash-Spiels haben wir in dem kleinen Jungen Urängste geweckt. Er ruft nach seiner Mutter. Doch sie kann ihm nicht helfen. Der Bildschirm wird schwarz.
Wie viel sind wir bereits zu riskieren, zu opfern, wenn wir die Verantwortung abgeben? Die Verantwortung für das potentielle Böse, das wir anrichten? Wie weit werden wir gehen?
Das Pixel-gewordene Milgram-Experiment "Pathos"
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