Wir brechen um neun Uhr Abends nach Polen auf und mein Plan, in Deutschland einzuschlafen und erst in Polen wieder aufzuwachen, geht wunderbar auf. Wir passieren die Grenze und halten, um uns ein wenig zu stärken und Geld zu tauschen. Auf einem kleinen Rasthof in der Nähe der Grenze locken Grillbuden die Reisenden mit dem rauchigen Geruch deftiger Fleischgerichte. Wir lassen uns an einer kleinen Buden nieder, die aus dem großen Grill und ein paar schmalen Tischen und Bänken besteht. Ich esse eine Krakauer mit Senf und einer Scheibe Brot. Einen Plastikbecher mit rotem Barszcz gibt es umsonst dazu. Unter der knusprigen Haut versteckt sich leckeres, sehr würziges Fleisch. Die beiden Budenbetreiberinnen sitzen hinter dem Grill auf weißen Gartenstühlen und essen Wassermelone. Obwohl diese Imbissbuden einen kargen Eindruck machen, ist das Essen mehr als gut. Davon zeugen auch die zahlreichen Lastwagenfahrer, die ringsherum geparkt haben.